| Schachklub Landshut legt in der Regionalliga
Süd-Ost noch einen Zweier nach
Die Erste kann die
Schachfreunde Starnberger See nach einem packenden Kampf mit 4,5:3,5 niederringen. Nach
dem zweiten Sieg in Folge haben die Landshuter damit im Kampf um den Klassenerhalt zwei
weitere wichtige Punkte auf ihrem Konto verbucht.
Ein Auftakt nach
Maß gelang am vierten Brett Michael Nurbekoglu. Er bestrafte die dubiose
Eröffnungsvariante des Schwarzen mit einem Punch à la Klitschko; 1:0 nach 10 Zügen.
Leider verteilte dann Heinz Kunz postwendend ein Gastgeschenk, das die Welt nicht braucht.
Am siebten Brett übernahm er zunehmend die Initiative, träumte aber nur von seinen
Angriffsideen und ließ sich einfach wie unnötig einen Turm abnehmen. An den Brettern
fünf und sechs wurden die Punkte geteilt. Joachim Siebert bändigte mittels Dauerschach
alle Aggressionen seines Gegenübers, während Josef Schubert mit seinem Spielpartner eine
so komplex verschachtelte Stellung bastelte, dass sich die Kräfte völlig
neutralisierten. Horst Schmaus wagte am dritten Brett ein heißes sizilianisches
Tänzchen. Nachdem beide Kontrahenten ein paar gewagte Umdrehungen auf die 64 Felder
gelegt hatten, geriet aber der Starnberger völlig aus dem Takt, so dass der Landshuter
Figur und Partie gewinnen konnte. Am achten Brett opferte Ortwin Bock im Sizilianischen
Flügelgambit gleich mal zwei Bauern. Die so eroberte Spielführung reichte aber nur um
das materielle Gleichgewicht wieder herzustellen und das Remis zu sichern. Am ersten Brett
glichen die Gäste nach einer haarsträubenden Zeitnotschlacht wieder aus. Jürgen de
Voogt büßte im Nimzoinder einen Turm gegen einen Läufer ein und setzte seine Hoffnungen
nur noch auf die knappe Bedenkzeit des Gegners. Doch als seine Chance kam hatte auch er
nur noch Sekunden auf der Uhr und büßte die Dame ein. Nun hing alles von Andreas
Neubauer ab, der am zweiten Brett mit der besseren Bauernstruktur schon lange mit dem
vollen Punkt liebäugelte. Auf dem Weg dorthin wagte er eigentlich zu viel, doch sein
Kontrahent versäumte den gewinnverheißenden Bauerndurchbruch und wickelte zum Glück
für die Landshuter in ein verlorenes Läuferendspiel ab.
In der Niederbayernliga ist für die Zweite auch der TSV Geiselhöring beim 2,5:5,5 eine
Nummer zu groß. Immerhin gewinnt Paul Westenthanner am Spitzenbrett. Andreas
Strangmüller, Enno Uhl und Philipp Sadlo spielen remis. |