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Bericht
der 5. Runde Regionalliga Süd-Ost SU Ebersberg - SK
Landshut 4,5:3,5 |
Schachklub Landshut verliert in Ebersberg mit 3,5 :
4,5
Die Denksportler
um Wolfgang Schmidt brachten kein Gewinnpotential auf die 64 Felder und stecken nach der
Niederlage gegen die SU Ebersberg tief im Abstiegssumpf der Regionalliga Süd-Ost.
Am Spitzenbrett geriet Horst Schmaus nach feinen Zügen des Ebersbergers zunehmend unter
Druck. Somit waren seine Kräfte am Damenflügel gebunden und der Gegner kassierte auf der
anderen Brettseite die entscheidenden Bauern. Wolfgang Schmidt gab am zweiten Brett mit
dem Wolga-Gambit seiner Partie zunächst ein stürmisches Gesicht. Dies kostete beide
Kontrahenten viel Bedenkzeit. Daher glätte man rasch die Wogen und schloss Remis. Am
dritten Brett galoppierte Heiko Plöhn mit seinen Springern nach vorn um sie gegen Turm
und zwei Bauern zu tauschen. Objektiv war diese Aktion zwar nicht das Gelbe vom Ei, jedoch
verwirrte sie den Schwarzen so, dass er einen versteckten Mattüberfall zuließ. Michael
Nurbekoglu erklärte am vierten Brett seine französische Stellung zum Einwanderungsland.
Die weißen Figuren nahmen diese Einladung dankend an und fielen wie gefräßige
Heuschrecken über den Landshuter her Exodus. An Brett fünf gestattet Joachim
Siebert dem Gegenüber den Königsinder total zu verrammeln, während am
siebten Brett Ortwin Bock trotz Krumm-und-schief-Eröffnung die völlige Verflachung der
Position nicht vermeiden konnte. Folglich teilte man an diesen Brettern die Punkte. Josef
Schubert kam am sechsten Brett mit dem weißen Damenbauernspiel nicht gut zurecht, was zu
schlechter Entwicklung und einer ruinierten Königsstellung führte. Vermutlich weis nur
die Schachgöttin Caissa, warum der Spieler aus Ebersberg dem freudig überraschten
Schubert ein Remisangebot unterbreitete. Wolfgang Latzel verteidigte sich am achten Brett
gegen Englisch Modern. Mit einem riskanten Beutezug gewann er zwar einen
Bauern. Am Ende durfte er aber froh sein, dass sich der Weiße bei seinem Gegenschlag mit
Dauerschach zufrieden geben musste.
Die zweite Mannschaft rückte mit dem 6:2 gegen den SC Pfarrkirchen II sogar auf den
dritten Tabellenplatz in der Bezirksliga West vor. Damit scheint das Saisonziel
"Klassenerhalt" in greifbare Nähe gerückt. Andreas Strangmüller kam zu einem
kampflosen Punkt, während Heinz Kunz mit Geschick und Glück die Oberhand in einem
Königsindischen Scharmützel behielt. Eduard Korber brachte seine positionellen Vorteile
gegen die Pirc-Verteidigung zur Geltung; Herbert Schuster und Fra-Jo Klinkenberg
verwerteten souverän ihre Mehrbauern. Karl König hielt im Skandinavier souverän remis,
während Johann Sellmayer viel Glück brauchte, dass sein Gegner den Gewinnzug
verschmähte und ein ausgeglichenes Läuferendspiel anstrebte. Einziger aber folgenloser
Unglücksrabe der Landshuter war Thomas Schmitzer. In komplizierter aber gut spielbarer
Position zählte er die Figuren falsch ab und gab auf. |
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