| Der SC Waldkraiburg ist für den Schachklub
Landshut eine Nummer zu groß
Der personelle
Aderlass nach der letzten Saison ist für die Erste nicht zu kompensieren. Daher setzt es
in Waldkraiburg eine klare 2:6 Niederlage und die Landshuter bleiben das Schlusslicht der
Regionalliga Süd-Ost.
Am Spitzenbrett erhielt Jürgen de Voogt für seinen geopferten Bauern nur die aktuelle
Verzinsung der Europäischen Zentralbank: Negativ, Minusbauer, Totalabschreibung der
Partie im Turmendspiel. Horst Schmaus setzte am zweiten Brett im Benoni seine Bauern am
Damenflügel falsch in Bewegung. So außer Tritt geraten musste er hilflos zusehen, wie
sein Gegenüber Stein um Stein aus der Landshuter Festung meißelte und dann zum
Mattangriff schritt. Paul Westenthanner sah sich am dritten Brett mit dem eklig aktiven
Figurenspiel seines Kontrahenten konfrontiert. Als dann noch die schwarzen Türme auf der
F-Linie Grüß Gott" sagten, war es für ihn Zeit die weiße Fahne zu hissen.
Am vierten Brett zauberte Josef Schubert nach einem harmlosen Positionsgeplänkel
plötzlich einen starken Freibauern aus dem Hut. Mit diesem verbuchte er im Damenendspiel
die einzige Landshuter Gewinnpartie. Wenig los war eigentlich am fünften Brett bei
Michael Nurbekoglu. Trotzdem nahm die Partie unerklärlicher Weise die Fahrt Richtung
Süden auf und Nurbekoglu musste schließlich kapitulieren. An den Brettern sechs und acht
bildeten Joachim Siebert, Andreas Strangmüller mit ihren Gegnern die lustigen Holzhacker
Buam. Am Ende wurden dann mangels Holz die Punkte geteilt. Markus Mock blieb dies am
siebten Brett leider verwehrt, obwohl er seinen Engländer lange im Gleichgewicht hielt.
Erst im Läuferendspiel ließ er sich noch ausmanövrieren und der Touchdown der
feindlichen Freibauern war nicht mehr aufzuhalten.
In der
Bezirksliga West beendet die Zweite ihre Durststrecke und holt in der JVA ein sicheres
5:3. Johannes und Philipp Sadlo, Josef Grünhager undRobert Weindl punkten bei der
"Knastreserve". Enno Uhl und Reiner Huber teilen die Punkte. |