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Bericht der 6. Runde Regionalliga Süd-Ost SV Deggendorf - SK Landshut 3,5:4,5

 

Schachklub Landshut wird mit viel Dusel Tabellenführer der Regionalliga Süd-Ost

Die Erste benötigte eine gehörige Portion Glück um beim SV Deggendorf mit 4,5:3,5 zu bestehen. Gegen den SK Gräfelfing wird in der nächsten Runde eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein; sonst ist die erste Saisonschlappe vorprogrammiert.
Das Match begann am achten Brett mit einer Eröffnungskatastrophe. Heinz Kunz verspeiste unvorsichtig einen vergifteten Bauern, der jedem Dioxin-Ei zur Ehre gereicht hätte. Nach Damenverlust lautete der toxische Befund: Exodus. Bei Wolfgang Schmidt neutralisierten sich die Kräfte im Zentrum von Brett zwei und Remis war bald vereinbart. Den nächsten Rückschlag mussten die Landshuter am vierten Brett verkraften. Alexander Wist agierte gegen den königsindischen Angriff zu passiv. In der Folge wurde seine Stellung wie eine Fischkonserve aufgerollt und sein Gegner verspeiste siegreich einen Läufer. Am ersten Brett gab Jürgen Schwetje einen Turm für einen Springer preis, um seinen Kontrahenten im geschlossenen Sizilianer systematisch einzuschnüren. Der serbische Spitzenspieler im Dienste der Gastgeber konnte die Verteidigungsaufgabe nicht lösen und Schwetje setzte in einem Finale furioso Schachmatt. Andreas Neubauer schaffte am dritten Brett den Ausgleich. Gegen einen Grünfeldindischen Aufbau war er immer Chef im Ring, trieb seine Bauern am Damenflügel unaufhaltsam nach vorn und den chancenlosen Gegner aus dem Turniersaal. An den Brettern sechs und sieben schenkten sich die Protagonisten nichts. Horst Schmaus stand immer chancenreich, während Joachim Siebert in steter Sorge um seinen nackten König sein musste. Die Wogen glätten sich jedoch jeweils im Turmendspiel und nach den folgerichtigen Punkteteilungen stand es 3,5:3,5. Inzwischen war Michael Nurbekoglu am fünften Brett nach einer verschachtelten französischen Positionspartie in eine hoffnungslose Lage geraten. Bei knapper Bedenkzeit schaffte es sein Gegenüber aber nicht, das ausgehobene Grab auch zuzuschaufeln. So konnte Nurbekoglu mit knöcherner Hand seinen Sarg öffnen und mit einem riesigen Freibauern den Deggendorfer zum mehr als glücklichen Gesamtsieg beerdigen.