Schachklub Landshut schlägt Ebersberg-Grafing mit 5,5:2,5
Mit diesem Erfolg in der letzten
Runde der Regionalliga Süd-Ost belegt die Erste den dritten Platz in der Endabrechung.
Da die Gäste nur sieben Denksportler
aufbrachten, gingen die Landshuter durch einen kampflosen Punkt am sechsten Brett in
Führung. Heinz Kunz konnte daher schon zu Beginn ganz entspannt beobachten, dass an den
Brettern zwei und vier Andreas Neubauer und Michael Nurbekoglu mit den weißen Steinen
grundsolide agierten. Viel Action entstand aber nicht und die Punkte wurden bald geteilt.
Horst Schmaus vergrößerte den Vorsprung am fünften Brett. Nach einem kurzen
sizilianischen Geplänkel, widerfuhr seinem Kontrahent ein schlimmer Blackout. Diesen
nutzte der Landshuter, um mit einer hübschen Kombination die weiße Dame zu verschmausen.
Am dritten Brett war Alexander Wist leider nicht so gut aus den sizilianischen
Startlöchern gekommen. Als er auch noch seinem Läufer die Rückzugsfelder abschnitt,
wurden diesem flugs zwei Betonfüße verpasst und der Ebersberger versenkte die Partie des
Landshuters im See des Grauens. Am siebten Brett errichtet Josef Schubert mit der
Philidor-Verteidigung eine stabile Festung, die ihm ein ungefährdetes Remis sicherte.
Ortwin Bock zauberte am achten Brett eine seiner geliebten Gambiteröffnungen auf die 64
Felder. In den durch das Bauernopfer geschaffenen Verwicklungen fand er sich besser zu
Recht als sein Gegenüber und schließlich wurde die schwarze Stellung im Königsangriff
überfahren. Jürgen Schwetje befand sich am Spitzenbrett lange im Würgegriff des
Kontrahenten und die Mannschaftskameraden hätten auf seinen Holländer keinen
Cent mehr gesetzt. Faszinierend wie er sich doch noch aus der Umklammerung wand und seinen
Gegner wie weiland Muhammad Ali George Foreman auskonterte. |