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Bericht der 9. Runde

 

Reinhard Scholl’s letzter Zug sichert den Klassenerhalt
Schachklub gewinnt gegen Dorfen und bleibt in der Regionalliga

Die Erste besiegte den PSV Dorfen im „Kochwirt“ mit 4½:3½. Dadurch überholten die Landshuter noch Unterpfaffenhofen und Vogtareuth und schlossen die Regionalliga mit dem 7. Tabellenplatz ab.
Am ersten Brett entwickelte sich nach ungewöhnlichem Eröffnungsverlauf eine komplizierte Stellung. In der Folge verlor Michael Nurbekoglu leider etwas den Faden und überschritt in schwieriger Lage die Bedenkzeit. An den Brettern zwei und acht erreichten Wolfgang Schmidt gegen die Aljechin Verteidigung und Heinz Kunz gegen den Stonewall keine nennenswerte Vorteile. Anton Schmidt wurde am dritten Brett mit dem Trompovsky-Angriff attackiert. Nach einer Unachtsamkeit fielen zu viele Bauern den gegnerischen Figuren zum Opfer. Am vierten Brett war Horst Schmaus mit den Feinheiten der Drachenvariante bestens vertraut, sein Läufer beherrschte das Brett und ein Turmgewinn war der verdiente Lohn. Andreas Schratzenstaller erstickte am fünften Brett mit der Sizilianischen Verteidigung alle weißen Ambitionen im Keim, während am sechsten Brett Joachim Siebert gegen das Damengambit Powerschach pur zelebrierte. Dagegen fand der Dorfener nie ein Rezept und seine Stellung zerfiel wie ein misslungenes Soufflé im Backofen. Am siebten Brett spielte Reinhard Scholl eine tadellose spanische Positionspartie. Er knöpfte dem Weißen einen Bauern ab und wickelte ins Turmendspiel ab. Als er dort seinen Bauern zur Dame verwandelte, war Dorfen besiegt und der Abstieg verhindert.
Die Zweite beendete die Niederbayernliga nach einer unnötigen 3:5 Niederlage in Deggendorf als Tabellendritter. Josef Schubert und Johann Sellmayer konnten voll punkten, während Wolfgang Latzel und Eduard Korber Remis erzielten.