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Bericht der 6. Runde Bezirksliga West SK Landshut II - FC Ergolding II 4,5:3,5

 

Zweite vom Schachklub Landshut wird Meister in der Bezirksliga West

Die Zweite gewinnt das entscheidende Match gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten FC Ergolding II und feiert damit bereits eine Runde vor Schluss die Meisterschaft in der Bezirksliga West. Gegen die in Bestbesetzung angetretenen Gäste aus Ergolding kam es wie erwartet zu spannenden und umkämpften Partien. Letztendlich konnte man knapp aber nicht unverdient mit 4,5:3,5 gewinnen.

Ortwin Bock hatte seine Partie an Brett drei samt Gegner immer im Griff. Er nutzte das passive Spiel seines Gegenübers im Jänisch-Gambit in gekonnter Manier aus, schnürte ihn regelrecht ein und vollendete seine schnörkellose Partie mit einer schönen Kombination. Josef Schubert versuchte an Brett eins mit Schwarz von Beginn an ein aktives, dynamisches Spiel zu entwickeln. Dabei stieß er jedoch auf eine grundsolide Abtauschtechnik seines Gegners und bereits im frühen Mittelspiel reichte man sich angesichts einer völlig ausgeglichenen Stellung die Hände zur Punkteteilung. An Brett vier versuchte Edi Korber sein Läuferpaar durch ein Bauernopfer zur Entfaltung zu bringen. Sein Gegner widerlegte jedoch seine Strategie, schnappte sich den Bauern, verteidigte sich danach umsichtig um letztlich exakt diesen einen Mehrbauern im Endspiel zur Dame und zum Sieg zu führen. Philipp Sadlo wurde mit den schwarzen Figuren an Brett sieben bereits nach wenigen Zügen mit einem unangenehmen Läuferopfer auf f7 konfrontiert. Die daraus entstandenen Verwicklungen wusste sein Kontrahent besser zu meistern und es gelang Philipp trotz Materialvorteil nicht mehr sich aus dem immer enger werdenden Mattnetz zu befreien. Damit lautete der Zwischenstand nach vier Begegnungen 1,5:2,5 für die Gäste.

Am sechsten Brett spielte Herbert Schuster eine schöne Positionspartie mit dauerhaftem Raumvorteil. Seine junge Gegnerin verteidigte sich bis kurz vor der ersten Zeitkontrolle umsichtig, machte dann jedoch doch noch einen entscheidenden Fehler, der Herbert es ermöglichte den schwarzen König mit seinen Schwerfiguren ins ungeschützte Freie zu bugsieren und Matt zu setzen. Somit war der Kampf punktemäßig wieder ausgeglichen und die Spannung stieg. Die Caro-Kann Verteidigung von Paul Westenthanner an Brett fünf befand sich lange Zeit im Gleichgewicht. Allerdings unterschätze er die möglichen Gefahren, denen sich sein zentralisierter König aussetzte und nach einem zu aktivem Zug desselben stand er vor der unangenehmen Wahl Matt oder schwerwiegender Materialverlust, der ihn zur sofortigen Aufgabe bewog. Bei noch zwei laufenden Partien gingen die Lokalrivalen somit wiederum mit 2,5:3,5 in Führung. Johannes Sadlo lieferte sich mit seinem Gegner an Brett acht eine packende Begegnung in der sizilianischen Drachenvariante. Beide brachen alle Brücken hinter sich ab und spielten kompromisslos auf Königsangriff. Johannes konnte jedoch am Ende des Scharmützels mit Glück und Geschick die stärkeren Drohungen nachweisen. Den dadurch resultierenden Materialgewinn führte er sicher zum Sieg. Die letzte Partie des Tages brachte dann die Entscheidung zugunsten unserer Mannschaft. Der junge Gegner von Andreas Strangmüller an Brett zwei spielte eine beherzte Partie im „Grünfeld-Inder“. Die Partie war lange Zeit offen und vor der ersten Zeitkontrolle im 40. Zug hätte sich der Ergoldinger sogar die besseren Chancen erspielen können. Im entstandenen Turmendspiel spielte Andreas aber seine Erfahrung aus, gewann aufgrund seines aktiveren Monarchen einen entscheidenden Bauern und somit nach über fünf Stunden Spielzeit seine Partie zum Mannschaftssieg.