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Bericht der 5. Runde Niederbayernliga SC Bayerwald - Landshut II  4,5:3,5

 

Schachklub verpasst Überraschung im Bayerischen Wald

Die Zweite verkaufte ihre Haut beim Tabellenführer SC Bayerwald/Regen so teuer wie möglich. Der designierte Titelanwärter der Niederbayernliga musste sich trotz der aufgebotenen drei tschechischen Legionäre gewaltig strecken, um sich mit 4,5:3,5 ins Ziel zu retten.
Am ersten Brett fand der Gegner von Wolfgang Latzel im Sweschnikov die harmonischere Figurenaufstellung und knipste schließlich dem Landshuter König das Licht aus. Andreas Strangmüller ließ am zweiten Brett in der Caro-Kann-Verteidigung lange keinen Klassenunterschied erkennen. Erst im Endspiel setzte sich die professionellere Technik denkbar knapp durch. Ortwin Bock eröffnete am dritten Brett Marke unbekanntes Grenzland. Sein Kontrahent erbeutete zunächst unbeeindruckt einen Bauern, konnte mit diesem aber nicht viel anfangen, so dass Bock noch einen halben Punkt retten konnte. Reinhard Scholl ging nach einem Damenfianchetto ebenfalls ein Bauer abhanden. Leider war der Bayerwälder von Brett vier einfallsreicher als sein Mannschaftskamerad und die Gastgeber punkteten voll. Am fünften Brett opferte Heinz Kunz gegen die Benoni-Verteidigung einen Läufer für spannende Verwicklungen. Doch nach dem er zwei gute Abwicklungen versäumte ging die Partie am Regen den Bach hinunter. Johann Sellmayer wählte am sechsten Brett ein spontanes Doppelfianchetto, geriet aber materiell bald ins Hintertreffen. Nach dem Motto "Hast Du keine Chance, dann nutze sie" stellte er solange Fallen, bis sein Gegenüber die Dame verlor und aufgeben musste. Einen glänzenden Einstand gab Thomas Schmitzer am siebten Brett. Er fegte die Königsindische Verteidigung mit der Sämisch-Variante souverän von den 64 Feldern. Am achten Brett marschierte Karl König mit den schwarzen Steinen mächtig im Zentrum auf. Nach einem Springeropfer behielt er im Kampfgeschehen die Initiative und setzte seine Gegnerin uncharmant schachmatt.